Der EHC Vaduz Schellenberg holt sich den Titel in der Ländle Hockey Liga

In einem hart umkämpften Finale konnte sich der EHC Vaduz Schellenberg am Sonntagabend in der Messehalle in Dornbirn in seiner ersten Saison in der Ländle Hockey Liga auf Anhieb den Meistertitel sichern. Mit einer starken Leistung bezwang der Vertreter aus Liechtenstein den Qualifikationssieger EHC Göfis I mit 2:4.
Aufgrund der schlechteren Platzierung nach der regulären Saison musste der EHC Vaduz Schellenberg das Finale auf fremden Eis bestreiten. Ein Umstand denn die Hockeycracks aus dem Ländle nicht zu stören schien. „Ob wir nun in Grüsch oder in Dornbirn spielen, macht ohnehin keinen grossen Unterschied“ meinte Captain Stefan Gloor schmunzelnd nach dem Spiel. An das letzte Spiel in der Messehalle Dornbirn hatte der EHCVS ohnehin gute Erinnerungen. Es war das erste Spiel in der Saison 2008/2009 gegen den Finalgegner, welches die Liechtensteiner mit 1:3 gewinnen konnten. Die Liechtensteiner waren also bestrebt, die Saison genau gleich enden zu lassen, wie sie begonnen hatte.
Der EHC Vaduz Schellenberg begann die Partie äusserst konzentriert. Von Beginn an bemühte er sich um einen ruhigen und geregelten Spielaufbau und ein konsequentes Abwehrverhalten. Der EHC Göfis hatte in der ersten Phase des Spiels sehr viel Mühe, die Scheibe in der Angriffszone zu halten. Nach wenigen Minuten kam der EHCVS seinerseits mit gefährlichen Gegenstössen zu ersten guten Möglichkeiten. Bereits nach fünf Minuten konnte der EHCVS in doppelter numerischer Überlegenheit agieren. Trotz eines druckvollen und guten Powerplays liess der Torerfolg weiterhin auf sich warten. In der 8. Minuten war es Christian Heller, der mit einem Backhand Schuss den gegnerischen Torhüter zum ersten Mal überlisten konnte. Die Führung gab dem liechtensteinischen Abwehrspiel weitere Sicherheit. Wie wichtig die Ordnung im Spielsystem des EHC Vaduz Schellenberg ist, wurde in der 15. Minute aufgezeigt. Für einmal stimmte die Zuordnung im Abwehrdrittel nicht und es gelang dem EHCVS nicht, die Scheibe aus dem Drittel zu spielen. Die erste gute Möglichkeit verwerteten die Gastgeber gnadenlos. Mit einem Schuss aus kurzer Distanz wurde Marco Andreoli im liechtensteinischen Tor zum ersten Mal überlistet. Der EHCVS liess sich durch den Ausgleich aber nicht aus dem Konzept bringen und legte weiterhin viel wert auf eine disziplinierte Defensivleistung. Dabei blieben die Liechtensteiner mit Gegenstössen stets gefährlich. Patrick Vogt stellte nach 22. Minuten die verdiente Führung wieder her, nachdem Alexander Rinner ihn mit einem optimalen Zuspiel bedient hatte.
Mit der knappen Führung ging es in die Pause, wo Coach Miroslav Berek seine Mannen noch einmal auf ihre Aufgaben aufmerksam machte. Er machte seine Spieler darauf aufmerksam, dass der Weg zum Erfolg nur über eine fehlerfreie Defensive führen konnte. Noch waren 30 harte Minuten auf der Uhr. Die Spieler hatten die Anweisungen ihres Coachs begriffen. Sie machten dort weiter, wo sie vor der Pause aufgehört hatten. Kämpferisches und sicheres Abwehrverhalten und kontrollierte und gefährliche Offensivaktionen machten dem EHC Göfis 1 das Leben schwer. Die Vorarlberger hatten grosse Mühe in das Spiel zu finden. Die Liechtensteiner wurden ihrerseits weiterhin für ihr Spiel belohnt. Roman Villamar nützte nach 39. Minuten die Verwirrung vor dem Göfner Tor aus und stocherte die Scheibe nach einem Abschluss von Andri Bernet zum 1:3 über die Linie. Der Meistertitel schien immer näher zu rücken, denn in der Folge hatte der EHCVS exzellente Möglichkeiten das Spiel zu entscheiden und nur ihrem guten Torhüter konnten die Gegner verdanken, dass sie noch im Spiel waren.
Das Verpassen der Entscheidung sollte sich rächen. Nach einem unnötigen Scheibenverlust an der gegnerischen blauen Linie gelang dem EHC Göfis 1 in Unterzahl der erneute Anschlusstreffer. Die Göfner nützten den schnellen Gegenstoss eiskalt aus und bezwangen den chancenlosen Marco Andreoli zum 2:3. Noch waren 13. Minuten zu spielen. Mehr als genug Zeit für den Qualifikationssieger um die Partie noch einmal zu drehen. Doch die Mannschaft von Miro Berek liess sich nicht aus dem Konzept bringen. Der EHC Göfis 1 kam kaum zu weiteren Gelegenheiten. Spätestens nachdem Tobias Rüdisühli aus spitzem Winkel seinen eigenen Apraller aus der Luft zum 2:4 verwandelte, schien der Wille der Vorarlberger endgültig gebrochen. Die letzen Minuten spielte der EHCVS konzentriert zu Ende. Der Sieg im Finale war äusserst verdient, hatten die Liechtensteiner das Spielgeschehen über 60 Minuten absolut im Griff.
Die Freude nach dem Finalsieg war bei Spielern, Trainer und mitgereisten Fans gross. Stefan Gloor durfte in seiner ersten Saison als Captain des EHC Vaduz Schellenberg den Siegerpokal entgegennehmen und meinte im Nachhinein: „Was soll ich sagen, wir haben in dieser Saison unsere Ziele mehr als nur überboten. Wir haben wieder sehr viel Spass am Eishockey und so ein Meistertitel krönt eine solche Saison natürlich perfekt! Kompliment an meine Mannschaft, sie hat auch nach schlechten Spielen nie aufgehört nach vorne zu blicken.“ Trainer Miroslav Berek resumierte nach dem Finalspiel: „Ich freue mich für meine Jungs, sie haben im Halbfinal und im Final gezeigt, dass sie meine Anweisungen und mein Spielsystem befolgen wollen und dies auch können.“
Damit ist die Saison jedoch noch nicht beendet. Kommendes Wochenende fährt der EHC Vaduz Schellenberg ins tschechische Rokycany um an einem internationalen Turnier teilzunehmen. Schon letztes Jahr hatte die Berek Truppe dort gute Leistungen gegen starke Gegner gezeigt. Der Druck ist jedenfalls weg und der Liechtensteinische Eishockeyclub kann in der Ferne befreit aufspielen. Zu verlieren haben sie sowieso nichts.
Telegramm:
Finale Ländle Hockey Liga
EHC Göfis 1 – EHC Vaduz Schellenberg 2:4 (1:2, 1:2)
Messestadion Dornbirn , 150 Zuschauer
EHC Vaduz Schellenberg: Andreoli, Meier; Brunhart, Bernet, Villamar, Gloor, Estermann, Rüdisühli, Rinner, Vogt, Hasler, Hobi, Nigg, Heller, Hanselmann, Kühne, Estermann, Räber
Tore: 8. Minute 0:1 (Heller), 15. Minute 1:1, 22. Minute 1:2 (Vogt, Rinner), 39. Minute 1:3 (Villamar, Bernet), 47. Minute 2:3, 54. Minute 2:4 (Rüdisühli)
Strafen: 7x2 Minuten EHC Göfis 1 bzw. 4x2 Minuten EHCVS
02/12 2008:EHCVS siegt erneut

EHC Vaduz Schellenberg – EHC Screwdriver 7:1 (3:0, 4:1)
Am Sonntagabend kam es in der Vorarlberghalle in Feldkirch zum Rückspiel zwischen dem EHC Vaduz Schellenberg und dem EHC Screwdriver. Der EHCVS, welcher sein Heimspiel für einmal nicht in Grüsch sondern in Feldkirch austrug, empfing dabei die noch sieglosen Screwdrivers.
Die Rollen waren dementsprechend klar verteilt und alles andere als zwei Punkte hätte für die Favoriten aus Liechtenstein eine grosse Entäuschung bedeutet. Obschon die Mannschaft von Trainer Miroslav Berek das Hinspiel mit 1:6 gewinnen konnte, wollte der Tscheche an der Bande der heimischen Hockeycracks nichts von einer Überlegenheit wissen. Er warnte seine Spieler davor, dieses Spiel auf die leichte Schulter zu nehmen.
Tatsächlich war von einer Überlegenheit des EHC Vaduz Schellenberg in den ersten Minuten überhaupt nichts zu sehen. Im Gegenteil: Während der EHC Vaduz Schellenberg nach 20 Minuten noch nicht einmal aufs Tor der Gegner geschossen hatte, tauchte der EHC Screwdriver gleich dreimal gefährlich vor dem Tor von Michael Meier auf. In einer sehr zähfliessenden Anfangsphase gelang es aber beiden Mannschaften überhaupt nicht ins Spiel zu finden. Nach 22 Minuten eröffnete Cornel Lenherr für den EHCVS das Feuer auf das gegnerische Tor und beförderte die Scheibe mit einem wuchtigen Abschluss von der blauen Linie samt dem gegnerischen Torhüter hinter die Linie. Das 1:0 schien die heimischen Sturmlinien regelrecht zu befreien. Nur einige Minuten später gelang es Andri Bernet mit zwei Toren in der 28. und 29. Minuten noch vor der Pause auf 3:0 zu erhöhen. Den Hattrick verpasste Bernet, nachdem er einen nach einem regelwidrigen Handspiel im eigenen Torraum ausgesprochenen Penalty in der 30. Minute nicht im Tor der Gegner unterbringen konnte.
Trainer Berek konnte mit den letzten zehn Minuten der ersten Halbzeit zufrieden sein. Dementsprechend wenig hatte der Tscheche in der Pause zu sagen. Seine Mannschaft machte nach der Pause genau dort weiter, wo sie kurz davor aufgehört hatte. Schon kurz nach Wiederanpfiff gelang Roman Villamar nach einem herrlichen Zuspiel von Andri Bernet der Treffer zum 4:0. Auch der Anschlusstreffer in der 38. Minute vermochte den Sturmdrang der Liechtensteiner nicht zu stoppen. Einziger Schwachpunkt der Liechtensteiner blieb das Überzahlspiel. In der 47. Minuten bot sich der liechtensteinischen Powerplayformation eine weitere Gelegenheit auch dieses Manko zu beseitigen. Zwar gelang es den Berek Schützlingen sich kurzfristig in der Angriffszone festzusetzen, nach einem Fehlpass von Christian Heller konnte allerdings aus heiterem Himmel ein Stürmer der Screwdrivers alleine losstürmen, welcher aber die Scheibe nicht an Michael Meier vorbei bringen konnte. Im Gegenzug machte Christian Heller seinerseits seinen Fehler sofort wieder gut und erhöte mit einem herrlichen Solo und einem gekonnten Backhandschuss zum 5:1. Kurt Hanselmann und Tobias Rüdisühli setzten in den letzten acht Minuten zur Kür an und fixierten mit weiteren Treffern den 7:1 Schlusstand einer äusserst fairen Partie. „Am Anfang hatten wir ein wenig Mühe, dafür haben wir in Folge umso besser gespielt. Ich bin froh dass es mir heute endlich gelungen ist, die Scheibe hinter die Linie zu bringen“ erklärte Torschütze Roman Villamar. Mit Cornel Lenherr und Kurt Hanselmann gehörte er zu drei Spielern, welche sich neu in die Torschützenliste des EHC Vaduz Schellenberg eintragen konnten. Die Aufgabe am nächsten Samstag wird ungleich schwieriger werden. Dann empfängt der EHCVS den noch ungeschlagenen EHC Aktivpark Montafon. Anpfiff ist um 18:00 in der Eishalle Grüsch.
Telegramm
EHC Vaduz Schellenberg – EHC Screwdriver 7:1 (3:0, 4:1)
Vorarlberghalle Feldkirch, 20 Zuschauer
EHCVS: Meier, Andreoli; Lenherr, Gloor, Hasler, Hobi, Bernet, Brunhart, Villamar, Hanselmann, Vogt, Rüdisühli, Heller, Räber, Nigg. Coach: Miroslav Berek
Tore: 22. Minute 1:0 (Lenherr, Gloor) 28. Minute 2:0 (Bernet) 29. Minute (Bernet, Villamar), 33. Minute (Villamar, Bernet), 38. Minute 4:1 (Kaufmann, Ilg), 47. Minute 5:1 (Heller, Brunhart), 52. Minute 6:1 (Hanselmann), 56. Minute (Rüdisühli)
Bemerkungen: EHCVS ohne Estermann (verletzt), 2 Pfostenschüsse für EHC Vaduz Schellenberg (37. und 43. Minute)
20/11 2008:Weiterer Auswärtssieg für den EHCVS

EHC Göfis AH – EHC Vaduz-Schellenberg 3:5 (0:4, 3:1)
Der EHCVS konnte mit einem Sieg gegen den EHC Göfis AH einen weiteren Auswärtssieg verzeichnen, womit eine gute Ausgangslage für die weitere Saison geschaffen wurde.
Der EHC Vaduz-Schellenberg reiste zum zweiten Mal innerhalb von drei Tagen nach Feldkirch und nach dem Sieg am Sonntag mit dem Ziel ebenfalls zwei Punkte mit nach Hause zu bringen. Von Müdigkeit war beim EHCVS von Anfang an keine Spur. Durch einen frühen Führungstreffer wurde das Spiel der Vaduzer weiter beflügelt. Durch gepflegtes Defensivspiel bestand lange keine grosse Gefahr für das eigene Tor. Daraufhin konnte der Vorsprung denn auch weiter ausgebaut werden und zur Spielhälfte resultierte eine klare 0:4 Führung. In der zweiten Spielhälfte flachte das Spiel jedoch etwas ab. Der Vorsprung und der bisherige Spielverlauf führten dazu, dass Vaduz das Spiel etwas lockerer anging. Dazu wurden einige Strafen gefasst. Dieses Verhalten blieb nicht unbestraft und der EHC Göfis konnte sein erstes Tor erzielen. Daraufhin fand der EHC Göfis besser ins Spiel. Auch ein weiterer Treffer des EHC Vaduz änderte nichts daran. Zu Ende des Spiels konnte der EHC Göfis noch zwei weitere Tore auf seinem Konto verbuchen, was zum Endresultat von 3:5 führte. Das Resultat widerspiegelt damit allerdings nicht die doch klare Überlegenheit des EHCVS, dessen Sieg über die ganze Spielzeit nie ernsthaft in Gefahr stand. Dies bestätigte auch Christian Heller kurz nach dem Spiel: „Wir waren von Anfang an bereit und konnten unser Spiel plangemäss aufbauen. Obwohl wir in der zweiten Hälfte nachgelassen haben, hätte das Endresultat deutlicher zu unseren Gunsten ausfallen müssen." Mit diesem weiteren Sieg konnten innerhalb von kurzer Zeit vier wertvolle Punkte gesammelt werden, die dem EHCVS eine gute Ausgangslage für die restliche Saison verschaffen.
19/11 2008:Klarer Sieg für den EHCVS

EHC Screwdriver – EHCVS 1:6 (1:2, 0:4)
Obschon der EHCVS am Sonntagabend in Feldkirch gegen den EHC Screwdriver auf den Tabellenletzten traf, bestand kein Grund, diese Aufgabe zu unterschätzen. Mit Blick auf die vorderen Tabellenplätze war die Devise klar: Verlieren verboten.
Dementsprechend selbstsicher präsentierte sich der EHC Vaduz Schellenberg in den Anfangsminuten. Nach einem zähen Spielbeginn gelang es den Liechtensteiner von Minute zu Minute besser Druck aufzubauen. Das 0:1 – Manuel Hasler traf per Slapshot von der blauen Linie – war die logische Konsequenz einer brisanten Anfangsphase des EHCVS. Doch der Führungstreffer vermochte nicht Ruhe und Abgeklärtheit in die Reihen der heimischen Hockeycracks zu bringen. Im Gegenteil. Gleich nach dem erneuten Bully in der Mittelzone gelang dem EHC Screwdriver der 1:1 Anschlusstreffer, welcher nach einem katastrophalen Stellungsspiel der Liechtensteiner die nur kurz währende Führungseuphorie zu Nichte machte.
Auch in den darauffolgenden Minuten fand der EHC Vaduz Schellenberg nicht zu seinem Spiel. Zwar gelang es einige Male gefährlich vor dem Screwdriver Tor aufzukreuzen, aber zu viele Male blieb die Scheibe beim Spielaufbau gefährlich beim Gegner hängen. Nur einem Marco Andreoli in Hochform im Tor war es zu Verdanken, dass die zahlreichen gefährlichen Konter nicht in einem Rückstand für den EHCVS endeten. So musste man in den Reihen des EHCVS bis zur 26 Minute warten, ehe Samuel Brunhart den Bann gebrochen hatte und auf Zuspiel von Andri Bernet zur erneuten Führung einschob. Die Führung zur Pause war mit Sicherheit verdient. Der Favoritenrolle konnte der EHCVS – zumindest resultatemässig – nicht gerecht werden.
Ein Zustand der sich im zweiten Spielabschnitt ändern sollte. Der EHCVS agierte nun vermehrt aus einer sicher stehenden Defensive und erarbeitete sich Chance um Chance. Die Belohnung liess nicht lange auf sich warten. Bereits nach 3 Minuten im zweiten Spielabschnitt gelang Tobias Rüdisühli aus spitzem Winkel das 3:1. Fortan fand das Spiel nur noch im Drittel der Gastgeber statt. Die wenigen Möglichkeiten des EHC Screwdriver fanden keinen Weg an Marco Andreoli vorbei. Andri Bernet, Samuel Brunhart und Patrick Vogt konnten sich hingegen auf Seiten der Liechtensteiner einen Treffer aufs Konto schreiben lassen.
„Wir sind froh über die wichtigen 2 Punkte. Ein Pflichtsieg. Je länger das Spiel gedauert hat, desto mehr konnten wir zeigen was in uns steckt“ so Verteidiger Cornel Lenherr. „Ich bin zufrieden und weiss woran wir in Zukunft arbeiten müssen“ lautete die kurze Analyse von Trainer Berek kurz nach dem Spiel.
Zeit zum Ausruhen gibt es für den EHC Vaduz Schellenberg nicht. Bereits heute Abend (Di) treffen die Liechtensteiner im zweiten Auswärtsspiel der Woche gegen den EHC Göfis II. Anpfiff in Feldkirch ist um 22:15.
Telegramm:
EHC Screwdriver – EHCVS 1:6 (1:2, 0:4)
Feldkirch, Vorarlberghalle, 20 Zuschauer
EHCVS: Andreoli, Meier; Lenherr, Hasler, Negele, Bernet, Brunhart, Villamar, Vogt, Rüdisühli, Rinner, Ackermann, Heller, Nigg. (EHCVS ohne Räber, Estermann (beide verletzt))
Tore: 5. Minute 0:1 (Hasler, Brunhart), 5. Minute 1:1, 26. Minute 1:2 (Brunhart, Bernet), 33. Minute 1:3 (Rüdisühli, Rinner), 36. Minute 1:4 (Brunhart, Bernet), 46. Minute 1:5 (Vogt), 54. Minute (Bernet, Villamar)
Strafen: 6x2 Minuten für EHC Screwdriver bzw. 2x2 Minuten für EHCVS
11/11 2008:Missglückte Heimpremiere für den EHC Vaduz-Schellenberg

EHC Vaduz Schellenberg – HC Sat-1 1:4 (1:2, 0:2)
So hatten sich die heimischen Cracks ihren Heimauftakt in der Eishalle Grüsch nicht vorgestellt. Der EHCVS vermochte die gute Leistung aus dem Startspiel nicht zu wiederholen und kassierte gegen den HC Sat-1 die erste Saisoniederlage in der Create Sports Ländle Hockey Liga.
Der EHCVS musste nebst der Abwesenheit von Coach Miroslav Berek vier personelle Änderungen gegenüber dem Startspiel hinnehmen. Alexander Rinner – er vertrat Berek an der Bande der Liechtensteiner – hatte demzufolge die schwierige Aufgabe eine weitgehend unerfahrene Mannschaft auf das Spiel vorzubereiten. Das Team aus Satteins war als Tabellenführer nach Grüsch gereist. Dementsprechend selbstbewusst starteten die Vorarlberger die Partie. Von Anfang an stand die Verteidigung des EHCVS im Mittelpunkt. Dem HC Sat-1 gelang es den Druck auf das Tor von Michael Meier kontinuierlich zu erhöhen und so war es nur eine Frage der Zeit bis daraus Zählbares resultierte. Nach 6 Minuten brach der Widerstand der Liechtensteiner, nachdem ein Stürmer der Gäste alleine auf Meier losziehen konnte und gekonnt abschloss. Auch in den folgenden Minuten hatte der EHCVS Mühe die Scheibe von der eigenen Gefahrenzone fernzuhalten und vermochte den Ausbau der Satteinser Führung nicht zu verhindern. Rene Karasin erhöhte von der blauen Linie mit seinem zweiten Treffer des Abends auf 0:2. Erst jetzt schien ein Ruck durch die Reihen der Einheimischen zu gehen. In der Deffensive löste sich die Nervosität und gegen Ende der ersten Halbzeit nahm der Druck der Liechtensteiner zu. Nach mehreren verpassten Chancen fand Stefan Gloor in der 17. Minute die Lücke und traf mit einem Schuss aus dem Rückraum zum 1:2 Anschluss. Mit diesem knappen Rückstand ging es in die Pause. Die Liechtensteiner nahmen sich vor geduldig zu bleiben und den Ausgleich durch druckvolles Spiel zu suchen.
Ein Unternehmen das schon früh in der ersten Halbzeit erschwert wurde. Nur drei Minuten nach Wiederbeginn mussten die Liechtensteiner den unglücklichen 1:3 Treffer hinnehmen. Nach einem Getümmel vor dem Liechtensteiner Tor wurde ein missglückter Schuss der Satteinser unglücklich abgelenkt und segelte unhaltbar über den Torhüter des EHC Vaduz Schellenberg. Dennoch gelang es dem EHCVS das Spiel mehr und mehr ins Angriffsdrittel zu verlagern. Der HC Sat-1 war infolge durch Gegenstösse gefährlich. Die zweite Halbzeit entwickelte sich zu einem offenen Schlagabtausch. Beide Seiten hatten gute Chancen. Der Torerfolg blieb jedoch aus. In der 36. Minute machte Rene Karasin mit dem dritten Treffer in dieser Partie alles klar. Zuvor stürmten die Satteinser infolge der Angriffsbemühungen der Gastgeber mehrere Male alleine auf das gegnerische Tor. Dem EHCVS gelang es in der zweiten Spielhälfte nicht, konstruktiv zu kombinieren. Der Einsatz stimmte über 40 Minuten voll und ganz, möchte sich der liechtensteinische Eishockeyclub in dieser Liga jedoch einen Namen machen, bedarf es vor allem eines souveräneren Spielaufbaus. Übergangscoach Alexander Rinner sprach der Mannschaft nach dem Spiel sein Lob aus: „Ich bin überrascht wie sehr sich die Handschrift von Miroslav Berek im Spiel erkennen lässt. Sein System überzeugt und wird mit präziserer Ausführung sicherlich erfolgreich sein. Der Mannschaft kann ich keine vorwürfe machen. Sie hat alles versucht und gekämpft.“ Center Christian Heller äusserte sich weitaus kritischer: „Das Trainer Berek nicht anwesend war, darf nicht als Ausrede dienen. Jeder wüsste eigentlich, was er zu tun hätte. Wenn der Gegner siebenmal alleine aufs Tor laufen kann und unser Spielaufbau an der eigenen blauen Linie ein abruptes Ende findet, müssen wir uns über solche Niederlagen nicht wundern.“
Telegramm:
EHC Vaduz Schellenberg – HC Sat-1 1:4 (1:2) (0:2)
Eishalle Grüsch, 30 Zuschauer
EHCVS: Meier, Andreoli; Lenherr, Rüdisühli M., Gloor, Negele, Kühne, Vogt, Rüdisühli T., Villamar, Heller, Nigg, Hobi, Ackermann, Vetsch, Hanselmann (EHCVS ohne Hasler (gesperrt), Räber (verletzt), Brunhart und Bernet)
Tore. 6. Minute (0:1) Karasin, 12. Minute (0:2) Karasin, 17. Minute (1:2) Gloor, 23. Minute (1:3) Mayer, 36. Minute (1:4) Karasin
04/11 2008:Auftaktsieg für den EHC Vaduz Schellenberg

Seit dieser Saison nimmt der einzige liechtensteinische Eishockeyclub wieder an einem Ligabetrieb teil. Der EHC Vaduz Schellenberg versucht sein Glück in der Create Sports Ländle Hockey Liga und misst sich mit Mannschaften aus ganz Vorarlberg.
Dabei steht Trainer Miroslav Berek vor einem ungewohnten Luxusproblem. Für die jeweiligen Aufgebote der 12 Saisonspiele in der regulären Saison stehen ihm ein 20 Mann Kader und drei Torhüter zur Verfügung. „Ich bin mir von meiner bisherigen Arbeit beim EHC Vaduz Schellenberg nicht gewohnt, dass ich es mir erlauben kann, Spieler zu Hause zu lassen. Das sorgt für einen gesunden Konkurrenzkampf innerhalb des Teams und gibt mir mehr taktischen Spielraum“, erklärte der tschechische Coach der Liechtensteiner.
So reiste der EHC Vaduz Schellenberg am Sonntagabend mit drei kompletten Blöcken und zwei Torhütern nach Dornbirn, wo das erste Meisterschaftsspiel gegen den EHC Göfis 1 auf dem Programm stand. In der Vorbereitung standen sich die Teams schon einmal gegenüber. Damals konnten die Göfner knapp mit 1:2 gewinnen. Entsprechend nervös gestaltete der EHC Vaduz Schellenberg das Spiel in den ersten Minuten. Der EHC Göfis dominierte die Anfangsphase der Partie und kreuzte mehrere Male gefährlich vor Torhüter Marco Andreoli auf. Die Liechtensteiner konnten aber die ersten 10 Minuten schadlos überstehen und kamen nun ihrerseits immer häufiger zu gefährlichen Aktionen. Als nach einem druckvollen Abschluss von Roman Villamar ein Göfner im Torraum unerlaubter Weise den Puck mit der Hand spielte, hatte Patrick Vogt die Möglichkeit die Gäste durch Penalty in Führung zu bringen. Vogt scheiterte jedoch am starken Torhüter des EHC Göfis. Infolge erhöte der EHC Vaduz Schellenberg stetig den Druck und kam immer häufiger vor das gegnerische Tor. Die Bemühungen fruchteten in der 16. Spielminute als Tobias Rüdisühli auf Zuspiel von Andri Bernet in Überzahl den Puck unbedrängt zum 1:0 einschieben konnte. Der EHC Vaduz Schellenberg konnte den Vorsprung in die Pause retten obschon 5 Minuten vor Ende der ersten Halbzeit Manuel Hasler eine höchst fragwürdige Fünf Minuten- plus Spieldauerdisziplinarstrafe kassierte. Damit fehlte dem EHC Vaduz Schellenberg für die zweite Halbzeit ein Verteidiger. Trainer Berek war gezwungen die fünf übriggebliebenen Verteidiger rotieren zu lassen.
Die zweite Spielhälfte war geprägt von vielen Strafen. Die Überzahlsituationen führten zu vielen Offensivaktionen auf beiden Seiten. Während die Schüsse der Göfner keinen Weg an Marco Andreoli vorbei fanden erhöhten die Liechtensteiner nach 35 Minuten und einer traumhaften Kombination auf 2:0. Christian Heller stand am Ende einer Puckstaffete über vier Stationen und versenkte, als er plötzlich aus vollem Lauf alleine vor dem Göfner Tor aufkreuzte. Infolge warf der EHC Göfis alles nach vorne. Nur kurze Zeit später machte Andri Bernet mit einem Konter in Unterzahl alles klar. Er lief alleine auf das gegnerische Tor und traf unhaltbar ins Lattenkreuz. Mit dem 3:0 im Rücken agierte der EHC Vaduz Schellenberg fortan aus einer gesicherten Defensive. Auch der 1:3 Anschlusstreffer der Göfner, kurz vor Schluss, brachte die Liechtensteiner nicht mehr aus dem Konzept. Der EHC Vaduz Schellenberg feierte den ersten Sieg im ersten Spiel in der Create Sports Ländle Hockey Liga.
„Ich bin froh, dass wir das Spiel gewonnen haben. Individuell und in Sachen Disziplin haben wir aber noch eine Menge zu tun“ urteilte Patrik Vogt kurz nach dem Spiel. Captain Stefan Gloor erwiderte indes: „Wir haben ein erkennbares Spielsystem, welches wir festigen müssen, um weiterhin erfolgreich zu sein.“
EHC Göfis 1 – EHC Vaduz Schellenberg
Messestadion Dornbirn, 40 Zuschauer.
EHC Göfis 1: Decker, Feuerstein, Gager, Greussing, Idesch Ch., Idesch P., Lamperd, Ruppert, Schmid, Schmidle M., Schmidle R., Stampfl, Nachbaur, Fricker.
EHC Vaduz Schellenberg: Andreoli, Meier; Bernet, Brunhart, Villamar, Rüdisühli, Vogt, Hanselmann, Heller, Nigg, Räber, Lenherr, Kühne, Hobi, Negele, Hasler, Gloor
Tore: 0:1 (Rüdisühli, Bernet) , 0:2 (Heller, Brunhart), 0:3 (Bernet), 1:3 (Schmidle M., Schmidle R.)
Strafen: 6x2 Minuten für EHC Göfis 1 bzw. 5x2 Minuten plus 5Minuten Spieldauerdisziplinarstrafe für EHCV
28/10 2008:Create Sports Ländle Hockey Liga

Kommender Sonntag ist das erste Spiel für den EHC Vaduz - Schellenberg in der Create Sports Ländle Hockey Liga. Knappe Vorbereitungsspiele, lassen auf eine Spannende Saison hoffen. Das Team von Miro Berek ist motiviert und möchte sich in der Liga etablieren.
Spielbeginn ist 19.00 in Dornbirn.
17/10 2008:EHCVS - EHC Göfis

EHC Vaduz Schellenberg mit Niederlage in die Saison gestartet
Nach nur einem Eistraining bestritt der EHC Vaduz Schellenberg sein erstes Vorbereitungsspiel für die kommende Saison. Dabei musste das Team auf den an einer Krankheit leidenden Trainer Miroslav Berek verzichten. Wie wichtig Berek gewesen wäre, zeigte sich schnell am mangelhaften Spielaufbau der Ländler. Zwar gelang es dem EHC Vaduz Schellenberg stets die Partie offen zu halten, er vermochte aber keinerlei Offensivakzente zu setzen. In der ersten Halbzeit konnte Torhüter Michael Meier seinen Kasten immerhin rein halten, zumal auch bei den Göfner massive Probleme im Spiel nach vorne zu beobachten waren. In einem zerfahrenen Stand stand es nach der Hälfte des Spiels 0:0. In der zweiten Halbzeit nahm der Druck auf das Liechtensteiner Tor zu. Marco Andreoli (er ersetze nach Meier im Tor), musste kurz nach Wiederanpfiff den ersten Puck passieren lassen, nachdem ein Schuss von der blauen Linie unhaltbar abgelenkt wurde. Der EHC Vaduz Schellenberg versuchte in der Folge zurückzukommen und agierte meist verkrampft und ungenau aus einer zwar sicherstehenden aber nach vorne lähmend wirkenden Defensive. Trotzdem kamen die Vaduzer vereinzelt zu Möglichkeiten. Roman Villamar eröffnete den Torreigen für die Heimcracks und würgte eine Scheibe ins Tor. Der Ausgleich war zu dieser Zeit sicher verdient, waren kaum Klassenunterscheide festzustellen. Doch auch das Tor vermochte das Spiel des EHCVS nicht zu lockern. Als kurze Zeit nach dem Ausgleich der erneute Führungstreffer für den EHC Göfis viel, fehlten dem EHC Vaduz Schellenberg schlichtweg die Mittel, um noch einmal auszugleichen. Die noch wenigen Eiszeiten waren klar spürbar. Insofern betrachtet kann der abwesende Berek mit der Leistung zufrieden sein, spielte doch vor allem die Defensivkräfte eine kontrollierte Partie.
